In diesem Sommer stellt die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners eine große Herausforderung für Neuenkirchen dar. Die Gemeinde kann darauf nur unzureichend reagieren und ist oftmals gezwungen die betroffenen Gebiete für die Bevölkerung zu sperren.

Eine Entfernung der Raupen ist oftmals aufwendig und teuer. Viele Beseitigungsversuche des Eichenprozessionsspinners haben darüber hinaus umweltschädliche oder -gefährdende Wirkungen und sind nicht als geeignet anzusehen.

Die niederländische Stadt Groesbeek hat dagegen in einem Pilotprojekt die Ansiedlung von Rotkelchen, Blau- und Kohlmeisen erfolgreich getestet. Durch die Ansiedlung dieser heimischen Vögel kann die Population des Eichenprozessionsspinners bereits im Frühstadium spürbar eingedämmt werden. Die Vögel siedeln sich im Frühjahr in den angebrachten Vogelhäusern an und nutzen diese als Brutstätten. Die Eichenprozessionsspinnerlarven dienen den Vögeln als natürliche Nahrung für ihre Jungtiere.

Deswegen hat die FDP Neuenkirchen hierzu einen Antrag eingereicht der unter anderem Folge Punkte beinhaltet:

1.Die Verwaltung soll prüfen, ob eine Bekämpfung nach Vorbild der niederländischen Gemeinde Groesbeek, in Neuenkirchen realisierbar ist.

2.Die Verwaltung soll eine ausreichende Anzahl an Nistkästen zur Verfügung stellen.

3.Die Verwaltung soll den Kontakt zu ausgewählten Kindergärten und Grundschulen herstellen, damit die bereitgestellten Vogelhäuser gemeinsam mit dem Kindern bemalt werden können.

4.Die Verwaltung soll für ein fachmännisches Anbringen der Vogelhäuser sorgen. 

Darüber hinaus bietet eine Zusammenarbeit mit den lokalen Kindergärten oder Grundschulen einen spielerischen und kreativen Mehrwert für die Kinder. Die Kinder könnten sich im Zuge der Bemalung der Vogelhäuser auch mit der lokalen Vogelwelt auseinandersetzen. Hierbei ist eine Natur-Projektwoche denkbar.