Die FDP Neuenkirchen beantragt, dass der Rat der Gemeinde Neuenkirchen beschließen möge die Vereinbarkeit von Beruf und Erziehung zu verbessern. Als konkrete Maßnahme möge der Rat beschließen im Etat 120.000,- € für die Ganztagsbetreuung von Schulkindern einzustellen.

Begründung:
Die Ganztagbetreuung von schulpflichtigen Kindern soll es den Eltern ermöglichen auch mit Kindern eine durchgängige Berufstätigkeit umzusetzen. Dies verhindert insbesondere bei Frauen Altersarmut, usw.
Tatsächlich ist es in Neuenkirchen so, dass eine Betreuung durch den JFD angeboten wird. Der Großteil der dort Beschäftigen leisten eine hervorragende Arbeit. Allerdings wird statt einer Hausaufgabenbetreuung nur eine Beaufsichtigung durchgeführt. Dies ist das Resultat von unzureichender Wertschätzung und unangemessener Bezahlung dieser Arbeit, was in fehlendem Personal mündet.

In der Anlage befindet sich ein Werbeblatt, mit Hilfe dessen die Schule nach einigen Kündigungen neue Mitarbeiter/Innen suchte. Diese Suche blieb erfolglos, trotz der Tatsache, dass entsprechend der Stellenbeschreibung nicht einmal ein Sekundarschulabschluss für die Ausführung der Aufgabe erforderlich wäre.
Im Ergebnis müssen die berufstätigen Eltern abends nach der Arbeit mit den Kindern die Hausaufgaben korrigieren. Dies belastet die Kinder, deren Schultag dadurch später endet, und die Eltern, deren Arbeitstag auf dieser Weise verlängert wird. Würde zur Entlastung von Eltern und Kindern keine ergänzende häusliche Hausaufgabenkontrolle stattfinden, würden leistungsfähige Kinder ggf. nicht ausreichend gefördert, was die Bildungslaufbahn gefährden kann. Ganz zu schweigen von der Hilflosigkeit der Kinder, die aus soziolinguistischen Gründen zu Hause keine Unterstützung erhoffen können.
Ein Blick ins europäische Ausland zeigt, dass dies auch besser geregelt werden kann. In Frankreich oder Ungarn z.B. wird die Hausaufgabenbetreuung durch Pädagogen oder pensionierten Lehrer geleistet.
Die Kosten der zu schaffenden Stellen wird bei Zugrundlegung von 20,- €/h, 2 h/d, 4
Wochentage, 3 Stellen je Schule und 5 Schulen mit rund 96.0000 €/a (zzgl. Sozialvers.) abgeschätzt, also rd. 120.000,- €/a. Die Verwaltung sollte hierzu prüfen, ob Fördermöglichkeiten durch Bundes- oder Landesprogramme bestehen.