Am Dienstag, den 02.10.2018, trafen sich die Mitglieder der FDP zur turnusgemäßen Sitzung – diesmal im “Cafe Jedermann“. In die Diskussion liefen freundlicherweise Informationen unseres Bürgermeisters ein, die jedoch für die FDP Neuenkirchen weitere Fragen aufwerfen.

Vorab: Für die FDP Neuenkirchen steht fest, dass eine Mensa für die Kinder der Ludgerischule und der ENS zeitnah gebaut werden muss. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die derzeitige Planung auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten genügt, denn weiterhin ist nicht klar, wie die Kosten dermaßen hoch werden konnten.
Die Mensa ist nach aktuellen Informationen für 260 Kinder ausgelegt.

Nach Aussage von zwei Fachleuten sollten die Gesamtherstellungskosten für eine reine Mensa bei rund 2,0 Mio. € liegen. Auf Grundlage dieser zwei Berechnungen stellt die FDP Neuenkirchen die genannten Mehrkosten zwischen Mensa und Mensa mit untergeordneter Nutzung als Veranstaltungshalle von rund 430.000€ in Frage.

Das neueste Mitglied der FDP Neuenkirchen, Dipl.-Ing. Jörn Küwen, bezieht dazu Stellung: “Für uns liegt der Verdacht nahe, dass eine überdimensionierte Mensa die Grundlage für die Veranstaltungshalle ist. Die Mehrkosten in Höhe von 4,6 Mio. € sind unter Einbezug der derzeit veröffentlichten Fakten nicht nachzuvollziehen. Somit sind die Mehrkosten für eine Veranstaltungshalle auch nicht bei den, durch die CDU Neuenkirchen veröffentlichten, 10% der Gesamtkosten, sondern liegen nach den aktuellen Berechnungen bei Mehrkosten für die Veranstaltungshalle von 235%.” Weitergehend stellt er fest, dass diese Mehrkosten nicht im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, aber auch nicht im Sinne der Gemeinde Neuenkirchen sein können.

Die FDP Neuenkirchen hat sich hierzu beraten lassen und ist gerne bereit, mit den entsprechenden Fachleuten der Verwaltung und den Spitzen der Parteien konkrete Alternativvorschläge zu besprechen.
“Betrachtet man den noch nicht konkret geklärten Nutzungsbedarf einer Veranstaltungshalle, das weitergehende Parkplatzproblem, die laufende Klage gegen die Veranstaltungshalle und nun Mehrkosten von 4,6 Mio. €, so kann man zu dem Entschluss kommen, dass eine reine Mensa sinnvoller ist.”, so Lukas Heßling, Ortsvorsitzender der FDP Neuenkirchen.

Die Bedarfsumfrage der FH Münster mit dem Ergebnis von 30 Veranstaltungen, die in der Veranstaltungshalle stattfinden sollen, sieht die FDP Neuenkirchen als kritisch. Hier könnte die Gemeinde Neuenkirchen mit einer transparenten Darstellung helfen und die Veranstaltungen, die hier stattfinden sollen, veröffentlichen. Anschließend könne man entscheiden, ob die Mehrkosten von 4,6 Mio. € für eine Veranstaltungshalle sinnvoll sind. Hier bleibt aber auch anzumerken, dass bei transparenter und seriöser Planung längst eine Mensa hätte gebaut und in Betrieb gehen können. Lediglich der unbedingte Wille einiger Parteien im Rat, eine Veranstaltungshalle zu bauen, verzögere nun schon im 5. Jahr den Bau der notwendigen Mensa, zum Leidwesen der Kinder und Jugendlichen.

Lukas Heßling weiter: “Wir gehen davon aus, dass die Gemeinde Neuenkirchen hier nicht vorzeitig Fakten schafft und die Bäume im Parkplatzbereich nicht voreilig fällt. Durch die hier im Sinne der Bürger gewünschte Klarstellung würde auch keine Bauzeit verloren gehen, da bis Ende Februar Bäume gefällt werden dürfen.” In der Zwischenzeit solle die sorgfältige und umfassende Planungsphase abgeschlossen werden.
“Generell finden wir, dass eine Weiterführung des Projekts “Mensa mit untergeordneter Nutzung als Veranstaltungshalle” nur aufgrund der bereits seit vier Jahren laufenden Diskussionen und Planungen, zu einfach gedacht ist. Hier müssen die Parteien im Rat über ihren Schatten springen und auch einen Bau und Nutzung als reine Mensa in Betracht ziehen”, wird Lukas Heßling deutlich. Auch hoffe er, dass die FDP Neuenkirchen mit ihrem Wirken zu mehr Transparenz in der Gemeinde Neuenkirchen beiträgt und so der Politikverdrossenheit entgegenwirkt.

Abschließend stellt die FDP Neuenkirchen fest, dass die derzeit akzeptierten Mehrkosten und die damit verbundenen erhöhten laufenden Kosten in andere Projekte fließen können. Auch Fördergelder und Zuschüsse für Vereine und Verbände dürfen durch ein solches Projekt nicht gefährdet werden.
Zum Ende des Stammtisch bedankte sich Heßling bei allen Mitgliedern, dem Bürgermeister sowie allen interessierte Teilnehmern für das aufschlussreiche Gespräch                                                  .